Das Gebrauchshundewesen wird als „Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund in den Bereichen Suchen, Schützen und Assistieren als kulturelle Praxis“ gewürdigt. „Als immaterielles Kulturerbe überliefert das Gebrauchshundewesen Wissen über Zucht und Ausbildung und basiert auf einem tierschutzgerechten Umgang mit Hunden. Durch klare ethische und fachliche Standards fördert das Gebrauchshundewesen eine verantwortungsbewusste Hundehaltung.“ so die Begründung des Fachkomitees.  

Die Präsidentin der Kulturministerkonferenz und Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch erklärt: „Die Neuaufnahmen sind Ausdruck der lebendigen kulturellen Vielfalt und Kreativität in Deutschland. Das Immaterielle Kulturerbe ist ein wichtiger Bestandteil unserer kulturellen Identität. Ihr Engagement trägt dazu bei, dass das Immaterielle Kulturerbe auch für zukünftige Generationen lebendig bleibt.“ 

Das Gebrauchshundewesen hat im Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) eV und seinen Mitgliedsvereinen eine sehr lange Tradition. Deutschland ist das Mutterland vieler Gebrauchshunde wie dem Deutschen Schäferhund, dem Rottweiler, dem Deutschen Boxer und dem Riesenschnauzer. Der Gebrauchshundesport wird national und international von vielen Menschen betrieben. Über 20.000 Starts konnten im letzten Jahr im VDH in dieser Sportart erfasst werden. Dabei wird die Vielseitigkeit der Hunde in den Bereichen Fährtenarbeit, Unterordnung und Schutzdienst geprüft.  

VDH-Präsident Prof. Dr. Peter Friedrich freut sich über die UNESCO-Anerkennung: „Ich bedanke mich bei den Initiatoren, die es erreicht haben, dass das Gebrauchshundewesen als traditionsreiche Kulturform wertgeschätzt wird.“